Das geheime Vermächtnis – Buchkritik
22 Feb 2012 Hinterlasse einen Kommentar
in Buchempfehlung, Buchkritik, Lesen
Ich hatte das Buch “Das geheime Vermächtnis” (von Katherine Webb) Ende letzten Jahres von Ina beim Wichteln bekommen und mich sehr darüber gefreut. Mit Büchern kann man mich ja fast immer erfreuen
Ich kam nicht sofort dazu, es zu lesen, aber vor ein paar Tagen war es soweit – und gestern Abend bin ich erst ins Bett gegangen, nachdem ich es zuende gelesen hatte. Nun wollte ich die Lösungen aller Rätsel kennen!
Kurz zum Inhalt:
Das Buch beinhaltet zwei Stränge, der eine wird in der dritten Person und Vergangenheitsform erzählt – er handelt zwischen 1902 und 1905 von Caroline, knapp 20 Jahre alt, die aus New York stammt, einen Rancher aus dem “Wilden Westen” heiratet und unter der Weite der Prärie leidet. Der zweite Erzählstrang wird in der Ich-Perspektive erzählt, spielt in der Gegenwart und berichtet on zwei Schwestern, die den Familiensitz in England von der Oma geerbt haben und dort über Weihnachten hinziehen, um zu sehen, ob sie das Erbe annehmen können/wollen. Sie treffen alte Freunde aus der Kindheit und schlagen sich mit dem Geheimnis um ihren verschwundenen Cousin herum.
Von Anfang an hat mich die alte Geschichte um Caroline stärker bewegt und mehr gefesselt. Vielleicht auch deshalb, weil ich Geschichten lieber in der dritten Person lese. Im letzten Drittel des Romans verschob sich mein Interesse dann hin zur gegenwärtigen Geschichte mit den zwei so unterschiedlichen Schwestern und ihrer Verbindung zu den “Zigeunern (politisch unkorrekt, aber so im Roman genannt), die auf dem Anwesen des Herrenhauses lagern dürfen. Schließlich verbinden sich die beiden Stränge in der Form, dass Caroline eine Ahnin der beiden Mädchen ist, die diese noch von ganz früher als verbitterte Frau kennen. Insgesamt kann man also sagen, dass mich das gesamte Buch interessiert und gut unterhalten hat. Es gibt einige wenige Szenen, die ich so nicht hätte haben mögen, die ein bisschen sehr konstruiert daher kommen, aber alles in allem ein schöner Roman, den man gut lesen kann, in den man eintauchen kann nach einem Arbeitstag.
Ich habe geschwankt, ob ich drei oder vier Sterne vergeben soll… Habe mich dann für drei entschieden, weil es gut, aber nicht sehr gut war. Für mich sind drei Sterne noch immer eine positive Bewertung. Danke Ina!
Wem würde ich das Buch empfehlen? Frauen, da es sich ausschließlich um Protagonistinnen und typische Frauenbiografien handelt. Da geht es um unerfüllten Kinderwunsch, Liebesheirat vs. Vernunftehe, die erste Liebe, Depressionen, Schuldgefühle und ähnliches mehr. Dabei ist das Buch aber nicht nur tragisch, sondern eben auch voller Hoffnung darauf, sein Leben umzukrempeln und neu aufzubauen.

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